Branchenwesentlichkeit im Maschinenbau

Die Maschinenbauindustrie ist eine der zentralen Säulen der globalen Wirtschaft und bedient eine Vielzahl von Sektoren wie bspw. Bauwesen, Landwirtschaft, Energie, Automobil und Transport. Die Branche ist geprägt durch den hohen Rohstoffverbrauch, insbesondere durch die Verwendung und Verarbeitung von Stahl, Kunststoffe, Lacken und Glas. Außerdem bedingt die Herstellung von Industriemaschinen häufig aufwändige und ressourcenintensive Produktionsprozesse. Die im Maschinenbau typischen wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sind je nach Kundensegment und Anwendung selbstverständlich unterschiedlich. Nichtsdestotrotz lassen sich einige übergreifende Themen finden, die häufig als wesentlich zu betrachten sind.

 

Energiemanagement

Ein häufig wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt im Maschinenbau ist das Energiemanagement. Der Energieverbrauch ist typischerweise deutlich höher als in anderen Branchen und trägt somit erheblich zu den Betriebskosten und Umweltbelastungen bei. Ein hoher Energieverbrauch führt zu erheblichen CO₂-Emissionen, die den Klimawandel verschärfen und langfristig sowohl ökologische als auch ökonomische Schäden verursachen. Durch die Optimierung der Energieeffizienz und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien können Unternehmen nicht nur ihre Kosten senken, sondern auch ihre Umweltauswirkungen erheblich reduzieren. Dies führt zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen. Ein hoher Energieverbrauch, insbesondere durch fossile Brennstoffe, birgt zudem erhebliche Risiken. Strengere Regulierungen und
Gesetzgebungen zur Emissionsreduktion sowie Marktveränderungen durch die steigende Nachfrage nach energieeffizienten Produkten stellen transitorische Risiken für Maschinenbauunternehmen dar.

 

Mitarbeitergesundheit und -sicherheit

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Mitarbeitergesundheit und -sicherheit. Ein unzureichendes Sicherheitsmanagement kann zu schweren Unfällen, langfristigen Gesundheitsschäden und hohen Kosten führen. Arbeitnehmer in der Industrie arbeiten häufig in anstrengenden Berufen, was eine zusätzliche gesundheitliche Berlastung darstellen kann. Durch eine effektive Sicherheitskultur, unterstützt durch regelmäßige Schulungen, strenge Sicherheitsprotokolle und systematische Meldesysteme, können Unternehmen die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter verbessern. Dies führt zu
geringeren Unfallraten, höherer Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation sowie reduzierten Kosten für Unfälle und Gesundheitsausgaben. Transitorische Risiken im Bereich Arbeitssicherheit sind verschärfte Arbeitsschutzgesetze und höhere Anforderungen an Sicherheitsstandards, die unter Umständen hohe finanzielle Vorleistungen von Unternehmen erfordern.

 

Rohmaterialbezug

Der Einsatz von kritischen Materialien im Maschinenbau stellt ein erhebliches Risiko dar. Diese Materialien sind oft begrenzt verfügbar und geopolitischen Risiken unterworfen. Ein nachhaltiges Management dieser Materialien ist entscheidend, um Preisschwankungen und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Positive Auswirkungen umfassen die Sicherstellung der Materialverfügbarkeit, Förderung nachhaltiger Lieferketten und Reduzierung der Abhängigkeit von seltenen Materialien. Negative Auswirkungen können vor allem Umweltprobleme und die Nicht-Einhaltung von Menschenrechten in Abbaugebieten umfassen. Unternehmen wird mit der CSRD und der CSDDD die Sorgfaltspflicht für ihre Lieferketten bewusst gemacht. Transitorische Risiken betreffen Veränderungen in internationalen Handelsbeziehungen und strengere Regulierungen, während physische Risiken Lieferkettenunterbrechungen durch Naturkatastrophen oder politische Instabilität sowie Preisvolatilität und Materialengpässe umfassen.

 

Design und Dienstleistungen für Generalüberholung

Die Entwicklung langlebiger und reparaturfreundlicher Maschinen kann den Bedarf an Neuproduktionen reduzieren und Ressourcen schonen. Die Generalüberholung von Industriemaschinen und die Wiederverwendung von Altteilen sind dabei wichtige Aspekte. Positive Auswirkungen umfassen die Verlängerung der Lebensdauer von Maschinen, Kosteneinsparungen durch Wiederverwendung und Recycling von Teilen, den Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und die Reduzierung von Abfall. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung zu minimieren. Negative Auswirkungen können darin bestehen, dass der Herstellungsprozess selbst hohe Mengen an Energie und Rohstoffen erfordert, was zu Umweltbelastungen führt. Wenn Maschinen nicht korrekt wiederverwertet oder entsorgt werden, können sie Umweltschäden verursachen. Transitorische Risiken umfassen gesetzliche Änderungen und Marktveränderungen, die Unternehmen zwingen, ihre Produktions- und Recyclingstrategien anzupassen. Physische Risiken betreffen den Materialverschleiß und die technische Alterung von Maschinen, die ihre Effizienz, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit im Laufe der Zeit beeinträchtigen können.

 

Maßnahmen im Maschinenbau

Um den Energieverbrauch zu optimieren und die Umweltauswirkungen zu minimieren, wird generell empfohlen Energiemanagementsysteme im Unternehmen zu implementieren, in energieeffiziente Technologien zu investieren und den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu erhöhen.

Eine starke Sicherheitskultur trägt dazu bei, Arbeitsunfälle zu reduzieren und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Regelmäßige Sicherheitsschulungen, Meldesysteme für Beinaheunfälle und die kontinuierliche Überwachung der Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidende Faktoren für die Erhöhung der Mitarbeitergesundheit und -sicherheit.

Zur Reduzierung der Emissionen sollten Unternehmen kraftstoffeffiziente Produkte
entwickeln, alternative Antriebsformen nutzen und die internen Emissionsstandards kontinuierlich verbessern. Die Entwicklung von Maschinen mit höherer Kraftstoffeffizienz und die Erforschung von Elektro- oder Wasserstoffantrieben können die Umweltbelastungen erheblich reduzieren.

Um die Nachhaltigkeit in der Beschaffung zu fördern, sollten Unternehmen langfristige
Lieferantenbeziehungen aufbauen, die verwendeten Materialien zertifizieren
lassen und Recyclingprogramme implementieren. Ein effektives Lebenszyklusmanagement trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung zu reduzieren.

Einfach zu reparierende und wiederaufzubereitende Maschinen und Rücknahmeprogramme für Altprodukte helfen dabei, weiter Ressourcen zu sparen und fördern die Generalüberholung von Maschinen. Diese Maßnahmen helfen, die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern und den Materialbedarf zu
reduzieren.

Nachhaltigkeitsstrategie: Experten erläutern maßgeschneiderte Konzepte für Unternehmen.

 

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